Liebe Kollegen,

 

seit nunmehr mehreren Monaten konnten wir euch in dieser Zeitung von einer Steigerung der Auftragszahlen pro Wagen, aber auch der Gesamtauftragszahlen berichten. Diese erfreulichen Zahlen lassen den Trend erkennen, dass wieder mehr alte und neue Fahrgäste hinzugewonnen bzw. zum Taxi zurückgewonnen werden konnten. Wir alle wollen, dass dieser Trend auch in Zukunft so weitergeht. Eine der unabdingbaren Voraussetzungen dafür ist eine gute Qualität der erbrachten Dienstleistung. Wir müssen daher noch intensiver als früher auf die korrekte Einhaltung der Dienstleistung Taxi durch die Fahrer hinwirken. Es darf von dem gesamten Taxigewerbe nicht zugelassen werden, dass die neuen und alten Fahrgäste durch Meckereien, Pöbeleien oder andere Verfehlungen wieder aus der Dienstleistung Taxi vertrieben werden. Daher werden wir in Zukunft neben dem schon bekannten Ausschlussverfahren für bestimmte Aufträge (VIP-Class, Bundestag etc.) und anderen Funkstrafen verstärkt Außenkontrollen auf der Strasse und an den Halteplätzen vornehmen. Erfreulich verlief die letzte Kontrolle im März, bei der unsere Funkaufsichten ca. 70 Fahrzeuge überprüften: Es gab nur kleinere Beanstandungen, hauptsächlich was den Aushang des Fahrerausweises betrifft. In diesem Zusammenhang bitten wir auch alle Unternehmer, sicherzustellen, dass die entsprechende Hülle zum Aushang des Fahrerausweises an gut sichtbarer Stelle im Wagen angebracht ist. Hüllen und Spezialklebeband gibt’s bei uns im Kundenbüro. Wir alle, Unternehmer, Fahrer und die Zentrale müssen gemeinsam daran arbeiten, für eine perfekte Dienstleistung zu sorgen und die schwarzen Schafe aussortieren. Dann steht einer weiteren Auftragssteigerung nichts mehr im Wege.

 

Taxitarif

Auch wenn man sich offiziell bedeckt hält, so spüren wir doch, dass eine Diskussion über den Taxitarif schon wieder voll im Gange ist. Wir möchten uns an dieser Stelle nicht für eine Erhöhung oder Absenkung des Tarifes aussprechen, sondern für eine einfache und klare Tarifstruktur werben, sollte es zu einer Änderung kommen. Denn ein klarer und berechenbarer Tarif ist auch ein Qualitätsmerkmal der Dienstleistung Taxi. Seit vielen Jahren haben wir eine Degression in dem Tarif eingebaut, damals in der Hoffnung, längere Fahrten billiger und attraktiver zu machen. Nach unserer Meinung ist die Bilanz dieser Degression nicht allzu euphorisch zu bewerten: Zwar kann es sein, dass der eine oder andere auch weitere Strecken fährt, meist liegt dies aber nicht an dem Tarif. Dafür schrecken aber die ersten "teuren" Kilometer die Fahrgäste oft ab, einmal etwas weiter mit uns zu fahren. Wir sind dafür, dass es nur noch einen einzigen Kilometerpreis gibt, egal ob man 3 oder 30 km fährt. Wo nun dieser einheitliche Kilometerpreis genau liegt, müssen die Unternehmer/Verbände entscheiden, je nach Wunsch können mit dem Einheitspreis erhöhte oder aber auch gleichbleibende oder verminderte Einnahmen pro Durchschnittsfahrt entstehen. Wir sehen insbesondere den Vorteil, dass anhand einer bekannten Strecke aufgrund der km der zu erwartende Fahrpreis für die Kunden leicht berechenbar ist. Bei sehr weiten Fahrten ins Umland oder noch weiter würden die letzten Kilometer teurer als bisher, wegen der fehlenden Degression. Damit wäre aber die immer leere Rückfahrt schon bezahlt und hässliche Diskussionen über Rückfahrpauschalen hinfällig. Ein stets gleicher Tarif, bei dem wie auch schon jetzt verkehrsbedingte Wartezeiten praktisch nicht ins Gewicht fallen, hat auch den Vorteil, dass Stammfahrgäste, die häufiger dieselbe Strecke fahren, recht schnell feststellen, wenn größere Umwege gefahren werden. Dies ist beim Qualitätsmanagement hilfreich. Auch die Zentrale kann bei einem einfachen Tarif Taxifahrten besser vermarkten, nach Vorausberechnung durch Ausgabe der entsprechenden vorbezahlten Taxigutscheine. Fazit: Egal, ob es mit den Preisen nach oben oder unten gehen soll, ein einfacher Tarif ist für die Gewinnung von Kunden von erheblicher Bedeutung.